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Geriatrische Rehabilitation und ihre systemgemachten (Denk)fehler

Der Sektor der Geriatrie boomt. Manche brauch(t)en ein bisschen länger als andere, um das Potenzial dieser Fachrichtung zu erkennen. Einige haben es immer noch nicht begriffen. Manche wollen es auch gar nicht begreifen. Hat mit Geld zu tun. Wie meistens.

Neben der geriatrischen Akutklinik gibt es drei „Formen“ der geriatrischen Rehabilitation: Frührehabilitation, geriatrische Rehabilitation und geriatrische Anschlussheilbehandlung.

Die Anfänge der geriatrischen Strukturen

Auch wenn die Geriatrie noch eine junge selbstständige Disziplin ist, ist sie bei weitem nicht so jung, wie viele annehmen. Tatsächlich gab es in Deutschland bereits in den 1980er Jahren die ersten rein geriatrischen Strukturen (Albertinen Hamburg, Geriatriezentrum Essen/NRW).

Hintergrund war es damals noch, den besonders pflegebedürftigen und alten Menschen eine separate Versorgung zukommen zu lassen. Hintergrund hierbei war sicherlich die Erkenntnis, dass hochbetagte Menschen einer anderen Medizin, Therapie und Pflege bedürfen. Reine Menschen- oder spezielle Altersfreundlichkeit steckte hingegen nicht dahinter. Immerhin sind alte Patienten oft solche, die den „normalen“ internistischen Ablauf „stören“.

Für mich persönlich steht das gänzlich ohne Wertung. Viele Ärzte wollen eben lieber heilen statt lindern, Therapeuten wollen andere Dinge als tägliche Gangschule, Pflege will andere Dinge als vollständige Übernahme der Pflege. Zu erkennen, dass man für die Versorgung alter Menschen auch ein Team braucht, das eben diese Versorgung will und etwas daraus zieht, finde ich völlig in Ordnung, zumal es letztlich auch jeder Partei inklusive den Patienten zu Gute kommt.

Also spaltete man hier und da geriatrische Stationen von internistischen ab. Im Grunde war das alles Akutversorgung, die da stattfand, aber im geriatrischen Bereich gab es immer schon einen gewissen Mix an Bedürftigkeit. So gab es auch damals beispielsweise schon Aufnahmen wegen „Infekt der oberen Atemwege“ oder „Obstipation“ , die nun nicht unbedingt akut medizinisch waren. Da waren dann Leute überfordert, darin steckte ein Hilferuf. Oftmals kam der von überforderten pflegenden Angehörigen. Hier leistete man in der Geriatrie also eine Art anderer erster Hilfe, nämlich in erster Linie in sozialer Hinsicht: Beratung, Entlastung, vielleicht Heimplatzsuche oder ein „Aufpäppeln“ .

DRG-System ab 2003

Geriatrie ist tollJa, ich war schon vor dem DRG-System in der Geriatrie tätig. Und anfangs war die Umsetzung des DRG-Systems mehr ein Rätsel als irgendwas anderes. Man sollte also Dinge nachweisen. Gut, damit stieg der bürokratische Aufwand ein bisschen an, aber anfangs ging das durchaus noch. Alles andere war eigentlich kein Mehraufwand, denn es gab ja wirklich faktisch schon implementierte Therapien und ein bestimmtes Vorgehen.

Wo ich tätig war, gab es auch vorher schon wöchentliche Fallbesprechungen im multiprofessionellen Team. Und an jedem Bett gab es eine kleine Magnettafel an der Wand, auf der rote Magnete angaben, welche Therapien der Patient dort – zumeist täglich – erhielt.

Nach dem neuen System musste man das nun also genauer aufschreiben. In Ordnung.

Geriatrische Pflege hat das Nachsehen

Mit diesen Nachweisen fing aus meiner Sicht – speziell auf dieses Thema hier bezogen – gleich schon der Abstieg des Pflegeansehens an.

Plötzlich war Pflege nämlich der einzige Bereich, der außerhalb der multiprofessionellen Häkchen stand. Jeder hatte sein Feld auf den jeweiligen Formularen, nur die Pflege nicht. Die Pflege hatte natürlich ihre gesamte Mappe mit Berichten, mit etlichen Handzeichen und so weiter, aber es gab keine Handzeichen auf den speziellen Nachweiszetteln, die es damals gab, zu machen.

Ja, im Nachhinein betrachtet sehe ich das tatsächlich als Problem an. Als eines, das den Blickwinkel verschoben hat. In der Regel unbewusst, eher unterschwellig, aber existent.

Irgendwann später überlegte man sich, dass Pflege ebenfalls Therapien nachweisen könnte. Beispielsweise sollten wir das Anwenden von Kühlelementen auf dem allgemeinen Nachweiszettel eintragen. Hintergrund dessen war aber nicht, die Pflege wieder mehr aus ihrem Abseits zu holen. Vielmehr stand die Absicht dahinter, auch ganz sicher die vorgeschriebene Anzahl an „Therapien“ im Verweilzeitraum des Patienten (z.B. 30 Therapieeinheiten in 21 Tagen) zu gewährleisten. Ungut.

Yay, aktivierend-therapeutische Pflege

Irgendwann hieß es dann, man müsse aktivierend-therapeutische Pflege nachweisen. Das war dann schon der Bereich der Frührehabilitation. Dort fordert man neben einem Geriater, mindestens zwei verschiedene Therapiebereiche (aus Physiotherapie, Physikalischer Therapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie/Neuropsychologie), der wöchentlichen Fallbesprechung, einem sozialen Assessment zum Status in mindestens 5 Bereichen und einem standardisierten geriatrischen Assessment in mindestens 4 Bereichen (Mobilität, Selbsthilfefähigkeit, Kognition, Emotion) dann auch „aktivierend-therapeutische Pflege durch besonders geschultes Pflegepersonal“ . Fallkosten

Ist das nicht toll?

Geht so.

Professionelle Pflege ist eigentlich immer aktivierend. Egal, auf welcher Grundlage man professionelle Pflege erlernt hat (zum Beispiel eher nach Juchli oder nach Krohwinkel), ist das Aktivieren von Patienten der Mittelpunkt des Ganzen. Es geht darum, Ressourcen zu erkennen, sie bewusst zu machen, sie zu nutzen, mit ihnen zu arbeiten. Ich habe Mitte der 1990er Jahre meine Ausbildung angefangen, und da war all das zentral. Pflegeplanungen in Anleitungs- und Prüfungssituationen waren der Standard, immer nach dem Schema: Problem, Ressourcen, Ziel, Maßnahmen.

Dass man ein „therapeutisch“ dazu setzt, macht das Ganze dann plötzlich irgendwie sinnvoller, meint man. Es symbolisiert, dass professionelle Pflege eben auch ein Heilberuf ist. Dass professionelle Pflege selbst 24 Stunden täglich entscheidend zum Befinden des Patienten beiträgt. Und zwar nicht durch Bettenmachen und Handtuchwechsel, sondern durch pflegerische Interventionen verschiedener Art.

Wikipedia meint dazu:

Die Therapie (altgriechisch θεραπεία therapeia „Dienst, Pflege, Heilung“) bezeichnet Maßnahmen zum Behandeln von Behinderungen, Krankheiten und Verletzungen aufgrund einer zuvor erlangten Diagnose.

Ziel des Therapeuten ist die Ermöglichung oder Beschleunigung einer Heilung, die Beseitigung oder Linderung der Symptome und die Wiederherstellung der körperlichen oder psychischen Funktion.

Hervorzuheben, dass professionelle Pflege eben dies leistet, mag also nett gemeint sein, ist aber eigentlich völlig überflüssig. Professionelle Pflege ist nämlich immer aktivierend-therapeutisch.

Daraus ergaben und ergeben sich aber zwei Aspekte:

  1. Wenn das aktivierend-therapeutische Pflegen besonderer Schulung bedarf gemäß der Anforderungen, leitet sich daraus ab, dass professionelle Pflege eben nicht grundsätzlich aktivierend-therapeutisch ist. Es handelt sich also nicht um eine Aufwertung, sondern letztlich eher um eine Abwertung. Für einen Beruf, der ohnehin schon ewig um Anerkennung kämpfen muss (zumindest in Deutschland).
  2. Wenn es besonderer Schulung bedarf, dann muss die ja auch irgendwer anbieten, gell? Wie gut, dass der Bundesverband Geriatrie dazu was entwickelt hat.

Auf diese Entwicklung (ZERCUR®) gehe ich in gesonderten Artikeln später noch mal ein. Ich selbst habe bislang sowohl die Basisweiterbildung absolviert, die 180-stündige Zusatzqualifikation erworben und schließe demnächst die 520-stündige Fachweiterbildung ab.

Praxisreflexion: Mach das mal!

In den ersten sechs Semestern des Studiums befassen wir uns jedes Mal in einem Modul mit dem Thema Praxisreflexion.

Nachdem ich gleich im ersten Semester schon dachte „Das sollte jeder machen – regelmäßig!“, dachte ich, ich widme dem Ganzen mal einen Blogartikel.

Was ist Praxisreflexion?

StudierfischEs gibt im Grunde nicht die Praxisreflexion. Man nimmt im Kern Situationen aus der Praxis und denkt dann über diese nach. Also im Grunde das, was wir fast alle regelmäßig ohnehin tun, nur nicht unbedingt in strukturierter Form. Und die Struktur des Ganzen macht letztlich den Unterschied, um in irgendeiner Form voran zu kommen beim (Nach)denken.

Über etwas nachzudenken, es eben zu reflektieren, ist generell im Leben sehr wichtig. Soweit sind wir uns wohl alle einig.

Aber was „bringt“ es, über Praxissituationen nachzudenken? Man kann doch eh nichts ändern, oder?

Das ist genau das, was mir tagtäglich an Feedback begegnet, diese resignierende Haltung. Das beziehe ich jetzt nicht mal allein auf den Bereich der Pflege, sondern auf den generellen Alltag. „Man kann ja nichts machen“ , „das ist eben so“ .

Das steht von der Haltung her übrigens ziemlich genau da, wo wir auch „Das haben wir immer schon so gemacht“ finden können.

Die Politiker machen, was sie wollen, als Einzelperson kann man eh nichts ausrichten gegen Ungerechtigkeit und überhaupt, in Afrika verhungern Kinder.

Wer mich kennt weiß, dass ich dieser Haltung auf ganzer Linie und mit voller Inbrunst widerspreche. In jeder Hinsicht.

Und wozu nun Praxisreflexion?

Es bringt in der Tat wenig, wenn man über eine Situation nachdenkt und genau dort stehen bleibt. Man dreht sich im Kreis, kommt nicht weiter.

Hier kommt dann die Struktur der Reflexion zum Tragen.

Indem man seiner Reflexion Struktur verleiht, wird man aufmerksam auf Fehlerquellen, auf beteiligte Personen – und auch auf Lösungen.

Es geht erst mal darum zu sehen

WER macht etwas?

WIE machen die einzelnen Leute etwas?

WARUM machen die beteiligten Leute etwas?

Daraus ergeben sich dann immer weiter Fragen. Auch die schaut man sich mal genauer an und sucht nach Antworten.

Und in letzter Instanz entwickelt man Lösungsvorschläge und Alternativen.

Aber die Situation ist doch vorbei?

Richtig, allerdings haben wir es oft mit wiederkehrenden Problemen zu tun.

Wenn eine solche oder ähnliche Situation in der Praxis also noch mal auftritt, hat man schon ganz anderes Handwerkszeug parat, um darauf zu reagieren.

Und wenn man es wirklich nicht ändern kann?

Die Frage hierbei ist natürlich immer, wie definitiv es ist, dass keine Änderung möglich ist.

Gibt es, gar keine Frage. Habe ich selbst gerade zu Genüge erlebt. Wichtig ist, es auf jeden Fall erst mal zu versuchen.

Es gibt verschiedene Optionen:

  1. Vielleicht wird man überrascht, und es klappt doch und man bewirkt Änderungen. Wichtig hierbei: Durch die vorherige Reflexion hat man bessere Argumente. Man hat eine klare Vorstellung von dem, was da passiert, warum und durch wen. Und damit hat man schon einen guten Ansatzpunkt.
  2. Man kann wirklich nichts verändern und lebt zukünftig damit. Durch die Reflexion und den nachfolgenden Versuch ist man aber nicht mehr in dieser resignierten Opferrolle, sondern kann zukünftig neutraler mit dem Status Quo umgehen. Er belastet einen nicht mehr (so). Hier ist wichtig zu sehen, warum man letztlich nichts verändert hat. Sind es beispielsweise bauliche Gründe, ist es eben, wie es ist und man arrangiert sich damit.
  3. Man kann wirklich nichts verändern, sondern verändert sich selbst. Wenn man es versucht hat, in welchem Umfang nun auch immer, und dann feststellt, dass sich nichts ändern lässt, wegen Desinteresse beteiligter Parteien beispielsweise, dann ist das frustrierend. An diesem Punkt sollte man sich die Frage stellen, wie groß der Frust an der Stelle ist. Wenn es „nicht so schlimm“ ist, sind wir wieder bei Punkt 2. Wenn es hingegen einen so massiven Frust hervorruft oder sich ein Gebilde aus x nicht zu ändernden, aber frustrierenden Situationen ergibt, sollte man sich fragen, ob man dort, wo man sich gerade befindet, richtig aufgehoben ist.

Was ist richtig und falsch?

Bei der Einordnung wie eben gerade gelistet ist eigentlich nicht entscheidend, wer „Recht“ hat und wer nicht, sondern da spielt die individuelle Bewertung eine große Rolle.

Was für den einen wenig frustrierend ist, kann bei einem anderen schon ganz anders aussehen.

Relevanter hingegen ist die Einordnung im Bereich der Reflexion selbst. Das bringt uns wieder zurück zur Struktur des Ganzen, und damit dazu, wie man so eine Reflexion (beispielhaft) umsetzt.

Aufbau einer Praxisreflexion

Im Rahmen des Studiums lernen wir verschiedene Formen der Reflexion kennen. Der Kern des Ganzen lässt sich aber sehr leicht runterbrechen:

Denk an irgendeine Situation aus dem Pflegealltag. Meist werden das problembehaftete Situationen sein. Es spricht vom Grundsatz her aber überhaupt nichts dagegen, stattdessen auch eine besonders positive Situation zu wählen. Indem man sich bewusst macht, was irgendwo konkret richtig gut läuft, bekommt man ebenfalls Handwerkszeug. Zum Beispiel für Fragen wie „Was/wie wäre es denn besser?“

Beschreibe die Situation so, dass ein Dritter sie deiner Meinung nach nachvollziehen kann. Achte dabei auf folgende Inhalte:

Was ist passiert? Wer war beteiligt? Wer/was hat zur Situation beigetragen? Welche Hintergrundfaktoren spielen eine Rolle?

Wenn du damit fertig bist, denk dich noch mal in die Situation hinein, erst mal persönlich. Stell dir Fragen wie:

Warum beschäftigt dich gerade diese Situation? Wie hast du dich in der Situation gefühlt? Wie hast du agiert/reagiert? Was hat diese Entscheidung beeinflusst? Welche Konsequenzen hatte dein Handeln?

Im dritten Schritt denkst du über Alternativen nach:

Welche anderen Optionen hättest du gehabt? Was wären die Konsequenzen dieser anderen Optionen gewesen?

Das kannst du erst mal „aus dem Bauch raus“ beantworten. Lupensuche

Sinnvoll ist es, sowohl dein Handeln als auch das der Alternativen mal zu überprüfen. Gerade dann, wenn du dir unsicher bist, sorgt diese Überprüfung im Rahmen der Reflexion auch für eine mögliche Veränderung.

Gibt es Richtlinien für eine solche Situation? Gesetzestexte? Ein Leitbild? Pflegestandards? Gibt es Unterschiede zwischen hausinternen Regeln und -externen? Hast du ein bestimmtes Wissen zu einer solchen Situation oder eine Idee, wo du nachsehen kannst (z.B. Kommunikationsmodelle)?

Nachdem du das auch alles mal durchgegangen bist, kannst du deine Reflexion abschließen:

Wie bewertest du die Situation nach deiner Reflexion? Was hast du aus der Reflexion gelernt? Wie würdest du mit der Situation im Nachhinein umgehen bzw. wenn sie erneut auftritt?

Volle Aufmerksamkeit!

Ich empfehle dir, eine Reflexion in dieser Form auf jeden Fall schriftlich festzuhalten. So gehen dir einerseits keine Gedanken und Schritte unterwegs verloren, und andererseits widmest du dich dem Thema automatisch fokussierter und intensiver. Zu guter letzt hast du damit auch was, das du dir später noch mal ansehen kannst, wo du noch mal nachlesen kannst, und wo du etwas hast, das dir in ähnlichen oder vielleicht auch anderen Situationen hilft.

Wie oft soll ich sowas machen?

Wenn du hier wirklich gründlich vorgehen willst, sodass auch irgendwas „hängen bleibt“ am Ende, würde ich dir empfehlen, dir alle 1-3 Monate eine Situation zu suchen, die du anhand der Fragen oben durchgehst.

Es geht ja nicht darum, alle erdenklichen Situationen in dieser Form zu reflektieren und akribisch zu durchleuchten, sondern vielmehr um eine Art Schulung und auch Sensibilisierung für bestimmte Dinge.

Wenn man gründlich vorgeht und zu verschiedenen Situationen noch das eine oder andere nachschlägt, ist das eine sehr lohnende, aber durchaus auch zeitintensive Angelegenheit. Also lieber weniger, dafür aber gründlicher. Dich hetzt ja niemand. 🙂

Und? Wie ist es?

Mich würde total interessieren, ob du sowas schon gemacht hast. Vielleicht macht man das mittlerweile vielleicht ja auch in der Ausbildung? Dann erzähl mir bitte davon!

Ich selbst habe das wirklich erst vor einem Jahr kennengelernt, und ich bin sehr angetan von dieser Art Reflexionen. Klar, darum gibt es ja nun auch diesen Artikel hier. 🙂

Für mich konnte ich schon nach der ersten so durchgeführten Reflexion sagen, dass mir das „was bringt“. Das mag ein bisschen verfälscht sein, weil aus unserer Studiengruppe jeder einzelne eine solche Reflexion durchgeführt und auch allen anderen vorgestellt hat, sodass ich selbst zwar nur eine Reflexion in ähnlicher Form wie angegeben durchgeführt habe, aber bei denen der anderen durch das Vorstellen und die anschließende Diskussion darüber irgendwie „mit dabei“ war.

So oder so habe ich für mich festgestellt, dass ich meine Wahrnehmung bzw. Beobachtung von Situationen sehr schnell verändert habe. Zum Positiven, wie ich finde.

Stellenwechsel zwecks Bedeutsamkeit

Vor ein paar Tagen habe ich meinen letzten Nachtdienst absolviert. Am Abend davor war Stationsweihnachtsfeier. Sowas hat noch mal einen ganz anderen Charakter, wenn man weiß, man ist in einem Tag nicht mehr da. Schon noch da, aber nicht mehr dort, nicht mehr Teil des Teams. Und dann ist da noch dieses Mitarbeiterappartement, sodass mein Aufhören verknüpft ist mit einem Umzug. Einräumen, transportieren, ausräumen, Endreinigung … ihr kennt das. Und dann ist da noch die Uni. Das alles zusammen ist ziemlich viel. Dabei wollte ich mir eigentlich die Zeit nehmen, diesen Abschied und Neuanfang in Ruhe zu zelebrieren. Die Ruhe muss ich dabei wohl ein bisschen streichen und vermutlich zieht sich das alles nun etwas in die Länge, aber macht ja nichts. Wird es halt erst mal eine kleine Artikelreihe dazu, nach und nach, Stück für Stück.

Mich hat noch nie ein Abschied so beschäftigt wie dieser hier nach 2,5 Jahren. Wobei die anderen Abschiede begleitend jetzt natürlich auch wieder in meinem Kopf aufplöppen. Aber der hier, der ist seltsam und ich finde ihn traurig. Auf mehreren Ebenen. Und darüber will ich reden, darüber will ich bloggen. Und vielleicht, vielleicht kennt das ja sogar jemand von euch so oder ähnlich aus eigener Situation?

Wo bin ich denn nun weg?

Alte Hand hält junge HandVor 2,5 Jahren habe ich in der geriatrischen Rehabilitation angefangen. Ist nun nicht neu für mich, immerhin mache ich seit fast 20 Jahren nichts anderes als Geriatrie. Akutklinik, Modellversuch geriatrischer Palliativpflege, Frührehabilitation (Komplexbehandlung, GFK … wie immer ihr sie nennt), da ist die geriatrische Anschlussheilbehandlung nun auch nicht weit weg.

Kommt vielleicht höchstens ein bisschen auf das Bundesland an. In NRW beispielsweise ist es mit der geriatrischen AHB nicht weit her, da gibt es wenig Plätze. Dafür jede Menge Frühreha. In Bayern ist es sozusagen umgekehrt. Na, nicht ganz, aber das Verhältnis ist da schon ein ganz anderes. Was auch zu einer ganz unterschiedlichen Wahrnehmung und Akzeptanz von geriatrischer Frühreha und AHB führt, bei allen beteiligten Personen inklusive Patienten und Angehörigen. Aber das ist wohl eher ein separates Thema.

Und wo gehe ich hin?

Im Januar wechsle ich in die geschlossene Gerontopsychiatrie. Das ist irgendwie auch wieder mein Bereich und dann aber doch etwas völlig Neues.

Psychiatrische Aspekte hat man in der Geriatrie eigentlich immer. Die Zahl der an Demenz Erkrankten steigt sowieso ständig an, aber auch Depressionen und schizophrene Störungen sind nicht selten. Übrigens habe ich den letzten Jahren erstmals Kontakt zu alten Patienten nach versuchtem Suizid gehabt. Mehrfach. Entweder hat das vorher keinen interessiert bzw. es wurde nicht kommuniziert, oder das nimmt zu. Ich weiß es nicht.

Die Patienten in der (Früh)rehabilitation sind aber in der Regel stabil. Sie sind irgendwie medikamentös eingestellt oder weisen leichte Erkrankungsformen auf, mit denen es sich rehamäßig noch gut arbeiten lässt. Die Praxis sieht da auch zeitweise wieder anders aus, aber auch das ist ein anderes Thema.

In der geschlossenen Gerontopsychiatrie ist aber wohl mal nix kompensiert in irgendeiner Form. Bislang habe ich lediglich Patienten aufgenommen, die nach längerem Aufenthalt dort DANN als rehafähig galten.

Warum wechsle ich überhaupt?

Diese Frage beinhaltet eigentlich den Knackpunkt und den Hintergrund dessen, warum mich dieser Abschied so beschäftigt.

Vielleicht erinnert ihr euch ja an meinen Artikel zu meiner Vision?  Den habe ich vor 14 Monaten geschrieben. Und in dieser Zeit hat mein Arbeitsumfeld sich in gänzlicher Passivität alle Mühe gegeben, mir diese Vision kaputt zu machen.

Exkurs: Meine erste Kündigung

Meine erste Stelle hatte ich nach 13 Jahren Unternehmenszugehörigkeit gekündigt. Das fiel mir damals echt schwer, war ja irgendwie eine Art (Arbeits-)Zuhause, zumal ich schon in meiner Ausbildungszeit dort einen Einsatz absolviert hatte.

Ich bin also niemand, der sofort das Handtuch wirft. Aber ich habe mir damals auch geschworen, dass ich mich niemals verheizen lasse, zum Beispiel als alleinige Nachtwache ohne Springer in der Akutgeriatrie für bis zu 45 Patienten, die teils in Zimmern oder auf dem Flur zugeschoben sind. Und dann noch Tabletten stellen, Tropfen und morgendliche Infusionen richten, Apotheke handschriftlich bestellen etc. – auch das kennt ihr sicher. Interessanterweise waren das Zustände, die mich haben zweifeln lassen, aber sie waren nur Teil meiner letztlichen Kündigungsabsicht. Dass es dort nicht weitergeht wurde mir erst klar, als der Chefarzt in der QM-Sitzung, als die bestehenden Defizite, gerade im Hinblick auf das bestehende Leitbild,  thematisiert wurden meinte: „Dann pflegen wir eben nicht mehr herausragend, sondern nur noch ausreichend.“

Das wurde so salopp ausgesprochen und zustimmend abgenickt, dass es mir den nötigen Schubs gegeben hat. Habe ich auch nie bereut.

Exkurs: Die heile Welt meiner letzten Stelle

Die Arbeitssituation dort, wo ich nun weg bin, gestaltet sich ganz anders. Und, ehrlich: Im Vergleich ist sie dort auch deutlich besser, was Auslastung und Besetzung betrifft. Alles andere wäre gelogen. Das ist alles schon noch sehr viel näher dran an dem, was ich von vor 15+ Jahren kenne, sehr viel menschlicher. Und das Pflegeteam ist dort wirklich außergewöhnlich. Da merkt man schon an den Übergaben, dass sich jede(r) Gedanken um die einzelnen Patienten macht, da werden pflegerische Maßnahmen aus Interesse geplant und nicht, weil sie irgendwo auf dem Papier stehen müssen. Natürlich ist die Welt auch da nicht perfekt und so, logisch, aber diese Form der Professionalität und des aktiven Interesses an den Leuten, mit denen man arbeitet, das finde ich schon bemerkenswert. Und ist es toll, mit so einem Team zu arbeiten. Hat mich auch lange über Wasser gehalten.

Ave Antonovsky

Maslow-Pyramide

Maslow-Pyramide

Man lernt ja so einiges im sozialen Bereich. Zum Beispiel die Bedürfnispyramide nach Maslow. Ich zeige hier mal die englische Variante, weil ich keine deutsche frei einsetzbar in gescheiter Auflösung gefunden habe, aber ich denke, ihr kennt die Bedürfnispyramide sowieso.

Nun gibt es ja die unterschiedlichsten Theorien und Modelle, sowohl in der Pflege und bezogen auf Pflegebedürftige, als auch im Hinblick auf Mensch und Gesellschaft an sich. Mein persönlicher Favorit ist seit vielen Jahren das Modell der Salutogenese von Antonovsky.

Er hat diesen Begriff als Gegenentwurf beziehungsweise Ergänzung zur Pathogenese entwickelt, auf die sich ja leider unsere aktuelle Medizin so stützt. Wir suchen ja nach Symptomen, nach Defiziten. Antonovsky hingegen suchte nach Dingen, die einen Menschen gesund erhalten können. Dazu gehört auch, stressige Dinge handhaben zu können. Mittelpunkt des Ganzen ist das sogenannte Kohärenzgefühl, das aus 3 Faktoren besteht:

Verstehbarkeit = kognitives Begreifen der Umwelt

Handhabbarkeit = Wie Probleme gelöst werden können oder für lösbar gehalten werden

Bedeutsamkeit = emotionaler Anteil, Sinn des Tuns erkennen (–> Herausforderung statt Belastung)

Ich mag dieses Modell, weil ich es für den Alltag für jeden so verständlich, einfach und zugleich so wichtig finde.

Und es hilft mir sogar jetzt, meinen Stellenwechsel zu erklären, denn es hapert extrem an Bedeutsamkeit für mich.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Grunde ist es nichts anderes als das, was ich in meinem Visionsartikel schon geschrieben habe. Aber mal anders betrachtet:

Ja, die Zeiten sind schlecht, wir haben Pflegenotstand, alles ist schlimm und wird ohnehin noch viel schlimmer. Soweit, so schlecht.

Trotzdem habe ich es in meinem bisherigen Berufsleben immer auf die eine oder andere Weise geschafft, am Ball zu bleiben und meinen Beruf gerne auszuüben. Ich mag den wirklich und ja, ich würde ihn auch tatsächlich noch mal erlernen, wenn ich die Wahl hätte.

Das liegt nicht daran, dass ich die Augen vor allem verschließe. Ich sehe die Probleme, und auch ich blicke durchaus sorgenvoll in die pflegerische Zukunft. Ich weiß aber auch, dass es oftmals kleine Dinge sind, die etwas bewirken können. Ob nun organisatorisch, kollegial, patientenorientiert oder individuell. Und das macht in Summe eine ganze Menge aus, finde ich. Man muss nicht gleich die ganze Welt retten. Kann man auch nicht. Soviel zur Verstehbarkeit.

Hä? Bedeutsamkeit?

MegafongebrüllIm vergangenen Jahr habe ich erlebt, dass meine Arbeit drastisch an Wert verliert, an Bedeutsamkeit also. Natürlich gibt es Lippenbekenntnisse, wie wichtig doch der pflegerische Anteil an allem sei. Aber sie sind eben genau das: Lippenbekenntnisse. Beobachtungen seitens des Pflegepersonals werden nicht (mehr) beachtet, werden abgetan. Unterhaltungen im Rahmen dessen, was ich so sehr schätze – dem multiprofessionellen Team -, sind äußerst selten geworden. Dafür gibt es Anordnungen auf Zuruf, gerne auch quer über den Gang, oder auch mitten während eines Gesprächs mit Dritten, zum Beispiel Angehörigen, dem Sozialdienst, oder auch während der Übergabe.

Was? Die Pflege findet, ein Patient sei nicht rehafähig, weil … Pff, was weiß die Pflege schon? Die sind doch nur zu faul, sich um den Patienten zu kümmern.

Was? Die Pflege findet, bei dem Patienten sei dieses oder jenes vielleicht sinnvoll, Arzt/Ärztin mögen sich das doch bitte mal genauer ansehen? Pff, was weiß die Pflege schon? Sowas muss man sich doch nicht ansehen, weil die Pflege das meint. Also bitte! Da ordnet man eher noch ein paar Vitamine an, oder noch besser: Tee. Oder nein, am besten eine warme Milch mit Honig. Ja, das bringt sicher alles ins Lot. Und da man sowas auf Zuruf macht neuerdings, kann man die freie Zeit besser damit nutzen, ein paar übergriffige Sachen anzuordnen: „Pat. Socken anziehen, ist kalt“ oder „Pat. ganztags mobilisieren“ (really?) oder auch mal „Pat. Haare waschen“ .

Was? Die Pflege hat einen RTW gerufen, bevor der Dienstarzt vor Ort ist, um das anzuordnen? Nur wegen einer massiven GIT-Blutung? Da gibt es erst mal einen saftigen Anschiss und die Information, dass der Pflege sowas nicht zustehe. Das sei Arztsache. Aufgabe der Pflege wäre es, das Viggo-Tablett zu richten und die Kopien für eine Verlegung anzufertigen. Auf dem Kopierer, den es nur im Arztzimmer gibt. Dem abgeschlossenen Arztzimmer, versteht sich.

Es ist nicht möglich, all solche Dinge vollständig aufzulisten. Da ist zu vieles, etliches auch zu komplex. Das wäre wohl auch dünnes Eis. Aber es sammelt sich. Und es führt dazu, dass man sich fragt: Wozu das alles?

Raus aus dem Stillstand

Habe ich dafür eine 3-jährige Ausbildung absolviert, stetige Fort- und Weiterbildungen? Wohl kaum.

Neue Dinge anstoßen … zum Scheitern verurteilt. Muss man mal sehen, kann man mal drüber reden, mal gucken. Vielleicht. Demnächst. Eventuell. Oder so.

Am schlimmsten waren im Nachhinein aber die konfrontierenden Gespräche. Einmal, weil sie deutlich zeigten, wie wenig Intellekt man Pflegenden zutraut, wenn man ihnen mit ominösen Argumenten oder gar hanebüchenen Einschüchterungsversuchen begegnet. Und dann, wenn man irgendwann merkt, dass die Probleme darauf fußen, dass nicht wirklich zugehört wird, und dass die Interpretation des Gesagten noch vor dem Ende desselben erfolgt. Und das ist eine Interpretation von Pflege an sich, die nicht mehr in dieses Jahrhundert gehört. Es ist egal, was man sagt, wie man argumentiert, was man vorbringt. Es scheitert tatsächlich am Verständnis. Auf ganzer Linie. Wie traurig.

Es macht auch gar keinen Sinn, an so einem Punkt überhaupt weiter zu diskutieren, weiter zu argumentieren, weiter zu kämpfen.

Und so scheitert alles an der Bedeutsamkeit.

An der gefühlten, für mich, an der wahrhaftigen, an sich.

 

Die Vision

Erst hatte ich gar kein Konzept, dann hatte ich ein bisschen Konzept, dann keine Zeit, das der Reihe nach umzusetzen. So ein Blog ist aber in seiner ursprünglichen Form eine Art Online-Tagebuch, und seit wann haben Tagebücher eigentlich Konzepte?  Außerdem bin ich gerade ziemlich geflutet von allerlei Planung und Konzepten, sodass ich die Idee, „einfach mal anzufangen“, „einfach mal zu machen“ mittlerweile bei weitem nicht mehr so unattraktiv finde.

Wie komme ich nun zum Titel?

Als ich Blog und Kanal mit vollem Eifer zusammengebastelt habe, habe ich mich gleichzeitig auch sonst darum gekümmert, mich pflegemäßig mal mehr in den sozialen Medien umzusehen, Twitter, Facebook, Blogs und Webseiten, Youtube-Kanäle usw.

Die Social Media-Abwärtsspirale

Im Nachhinein ist das eine bedingt gute Idee gewesen. Zwar finde ich es interessant und spannend, mich zu diesen Themen zu informieren, aber im Social Media-Bereich bewegt man sich ja doch eher im emotionalen Bereich, was Meinungen, Austausch und teils auch Faktenweitergabe betrifft.

In den ersten zwei Wochen habe ich gelesen und geklickt, was das Zeug hielt. Und dann habe ich gemerkt, dass mir das weder gefällt noch gut tut.

Spirale

Rauf oder runter?

Klar, unsere Berufsgruppe ist (unter anderem) benachteiligt, es fehlt an Anerkennung, ich selbst bin so manches Mal genervt von der Außenmeinung zu unserem Beruf, wenn sie mich erreicht. Diverse Nachrichten wie die der „Vereinigung der bayerischen Pflege“ sind für mich, die vor 1,5 Jahren nach Bayern gezogen ist, ein richtig übler Schlag ins Gesicht. Aber es hilft ja nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Man muss weitermachen, man kann auf allem aufbauen. Manchmal, da geht einem die Geduld flöten und die Hoffnung leidet, aber alles andere, soviel steht fest, bringt noch viel weniger.

Alles andere führt nämlich zu der Pflege von „innen“, wie sie sich in Social Media zeigt. Alles ist nämlich noch viel furchtbarer, schlimmer, unterirdischer, fieser und überhaupt. Schlecht bezahlt, schlecht behandelt, missverstanden. Zu viel Arbeit, zu viel „doofe“ Arbeit. Und dann dieser Schichtwechsel und die bösen „Ösen“ (= Stationsleitungen) und so. Eine richtig schön abwärts laufende Spirale. Mir fehlen da einfach positive Aussagen abseits des Humors.

Sich nicht abarbeiten, sondern (wieder) begeistern

Wir alle müssen uns mal Luft machen (können), und der Zeit, Dinge zu verändern, verbessern, professionalisieren, hinken wir schon lang hinterher.

Aber eine passive Erwartungshaltung verändert gar nichts. Und unsere Slogans setzen aus meiner Sicht teilweise an der falschen Stelle an.

Yay

Hinlegen oder aufspringen?

Nicht am Boden liegen: aufstehen!

WIR sind Pflege? – DU bist Pflege, ICH bin Pflege, JEDER von uns ist Pflege. Auch als Individuum, nicht nur als große schwammige Masse. Also mach was draus!

Anstatt sich an miesen Strukturen abzuarbeiten, kann jeder von uns diese Energie genauso gut da rein stecken, sie zu verbessern.  Kostet dasselbe, macht aber zufriedener.

Und was soll es bringen darauf zu warten, dass „die da oben“ Besserung in irgendeinem Aspekt der Pflege bringen, wenn „die da oben“ nicht mal Teil der Pflege sind?

Nee, Leute, es ist bald Weihnachten. Also schnappt euch den Stern und steckt ihn selbst auf den Baum. Ab sofort. Jawohl.

Ich zumindest habe Blog und Youtubekanal erstellt, um meine Begeisterung für unseren Job zu teilen. Mit Pflegenden, mit Nicht-Pflegenden. Und ich bin nicht bereit, kein kleines Stück, mir meinen Beruf schlecht reden zu lassen. Nicht von Kollegen, nicht von Außenstehenden, nicht von Vorgesetzten und nicht von Politikern.

Meine Vision

Als ich mich damals um eine Ausbildungsstelle beworben habe, hatte ich eine Vision. Ihr wisst schon, dieses „Menschen helfen“ und so. Und ich habe diese Vision nicht verloren. Sie hat sich nur verändert. ICH habe sie verändert. Denn niemand anderes ändert MEINE Vision, niemals.

Ich möchte Menschen helfen, ja. Ich möchte ihnen helfen, selbstbestimmt zu leben und zu sein, auch wenn sie kurz- oder längerfristig Einschränkungen erleben. Ich möchte all mein Wissen nutzen, um die Person zu sein, der man sein Herz ausschüttet und seine Probleme beichtet, von der man aber auch weiß, dass die Lösungen oder Strategien bereit hält. Weil sie empathisch ist, ohne rein emotional zu agieren, weil sie Lösungen und Strategien erlernt hat, sich auf professionellem Terrain bewegt und sich bemüht, das immer up to date zu halten, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

Brille

Deine Vision?

Das ist meine Vision. Es ist eine Vision, weil jeder Tag anders ist, jeder Mensch, dem ich begegne, anders ist, weil auch ich jeden Tag ein bisschen anders bin. Weil es durchaus anstrengend ist, sich ständig darum zu bemühen, Tag für Tag. Aber das macht mich zufrieden und kostet nur Energie und Kraft – die spare ich dafür anderswo.

 Wo ist eure Vision? Ihr hattet bestimmt auch eine. Ist die noch dieselbe? Hat sie sich verändert? Oder habt ihr sie unterwegs verloren?

Falls letzteres auf euch zutrifft: Bastelt euch eine neue! 🙂

 

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